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Die Schiffe von Nin

Die Schiffe von Nin Sie stammen aus einer Zeit, als die Schiffe noch "genäht" wurden.

Im Antiquitätenmuseum von Nin befinden sich Überreste uralter Schiffe, die im Laufe der vielen Jahrhunderte dank des Meeresschlamms erhalten geblieben sind. Es handelt sich dabei um die sogenannten Serilie, die Schiffe der Liburner. Sie stammen aus einer Zeit, als die Schiffe noch “genäht” wurden. Das seefahrende Volk der Liburner baute diese Schiffe später auch für römische Kaiser. Die erste schriftliche (in Stein eingemeißelte) Erwähnung der Stadt und der Menschen von Zadar aus dem griechischen Pharos erzählt von der Zerstörung der Flotte und von der Schiffsbesatzung, die ihren Zeitgenossen zu Hilfe kamen, um sich gegen die griechischen Kolonisatore aus Issa zu wehren. Am Eingang in die Lagune von Nin wurden Schiffsüberreste aus dem Ende des 11. und Anfang des 12. Jahrhundert gefunden. Es wird vermutet, dass es sich dabei um Schiffe handelt, die der byzantinische Kaiser Konstantin Porphyrogennetos im 10. Jh. in einer Beschreibung der altkroatischen Kriegsflotte erwähnt. Genannt wurden die Schiffe Condura Croatica, und die Replik eines von ihnen wurde zusammen mit anderen traditionellen Schiffen als Symbol der kroatischen Seefahrttradition auf dem großen Hafenfest in Brest präsentiert. Diese waren zwar die kleinsten, aber zugleich auch die tödlichsten Kriegsschiffe in der Geschichte der Welt. Laut einer historischen Quelle hatte Kroatien in der Zeit von König Krešimir etwa 20.000 Ruderer in den Conduras.